Überforderung, Zeitdruck, Erschöpfung. Für viele Menschen ist Stress zum Dauerzustand geworden. Nicht wenige bekommen einen Burnout oder rutschen in eine Erschöpfungsdepression – die Grenzen sind fließend. Doch es gibt Wege aus dem Erschöpfungstief, die interessanterweise gerade nichts mit Ausruhen zu tun haben, sondern mit Bewegung! Durch Sport können sich die Betroffenen neue Kraftquellen erschließen.

Auch die Integrative Medizin nutzt diese Erfahrungen: Zum einen über achtsame Bewegungsabläufe, die gestressten und erschöpften Menschen helfen, sich nicht ständig gehetzt zu fühlen. Ein gutes Beispiel ist Yoga. In ersten Studien mit Messungen von Herz-Kreislauf-Parametern konnte eine deutliche stressreduzierende Wirkung von Hatha-Yoga gezeigt werden. Auch das so genannte Iyengar-Yoga gilt als stressreduzierend und vitalisierend („Power-Yoga“). In einer amerikanischen Pilotstudie gab es zum Beispiel Hinweise auf eine anxiolytische (angstlösende) und antidepressive Wirkung.

Andere Studien zeigen, dass auch ein „normales“ Workout hilft, einen besseren Umgang mit Stress zu finden. Der Grund: Der Ausstoß von Dopamin, Serotonin und Endorphinen sorgt für ein Glücksgefühl und den Abbau des Stresshormons Cortisol. Durch Sport halten wir uns also nicht nur körperlich, sondern auch mental fit. Dabei muss jedoch darauf geachtet werden, dass der Sport nicht selbst zum Stressfaktor wird, d.h., Regenerations- und Erholungszeiten sind unbedingt nötig.

Mehr Informationen: Carstens-Stiftung: Gesundheits-Tipps kompakt - Yoga